Nobelpreisforschung im Klassenzimmer

Vom Südpol nach Brakel

Dr. Jan Auffenberg war an Nobelpreisforschung beteiligt

Brakel. Als am 6. Oktober 2026 in Stockholm der diesjährige Physik-Nobelpreis bekanntgegeben wurde, war die Freude auch an unserer Schule groß. Ausgezeichnet wurde Francis Halzen, der Kopf hinter dem IceCube-Neutrinoobservatorium am Südpol. Aber was haben das Eis am Südpol, rätselhafte „Geisterteilchen” aus dem All und der Physikraum unserer Schule gemeinsam? Die Antwort heißt Dr. Jan Auffenberg.

Unsere Gesamtschule ist eine Schule, die MINT, also die mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächer als Schwerpunkte hat. Daher freuen wir uns sehr, mit Dr. Jan Auffenberg einen Lehrer in unserem Kollegium zu haben, der selbst an einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Entdeckungen der modernen Astrophysik beteiligt war.

Dr. Auffenberg unterrichtet an unserer Schule die Fächer Physik und Informatik. Bevor er 2019 an die Gesamtschule Brakel wechselte, war er viele Jahre in der internationalen Forschung tätig. Sein wissenschaftlicher Weg führte ihn von der WWU in Münster über die Bergischen Universität Wuppertal zu der University of Wisconsin-Madison und der RWTH Aachen University. Dort arbeitete er im Umfeld des internationalen IceCube-Neutrinoobservatoriums, eines der größten astrophysikalischen Forschungsprojekte der Welt. Dem Forschungsteam von IceCube gelang 2013 ein wissenschaftlicher Durchbruch: Erstmals konnten hochenergetische Neutrinos nachgewiesen werden, die aus den Weiten des Universums stammen, praktisch ungehindert Materie durchdringen können und daher oft als „Geisterteilchen“ bezeichnet werden. Diese Entdeckung eröffnete der Astronomie völlig neue Möglichkeiten, die energiereichsten und weit entferntesten Ereignisse im Kosmos zu erforschen. Als Mitglied der internationalen IceCube-Kollaboration war Dr. Auffenberg auch als Forscher und Autor an den Publikationen dieser wegweisenden Forschungsarbeit beteiligt.

Die außergewöhnliche Bedeutung dieser Forschung wurde nun durch die Bekanntgabe des Physik-Nobelpreises 2026 an Francis Halzen, der am 10. Dezember in Stockholm verliehen wird, gewürdigt.

Wir gratulieren Francis Halzen und dem gesamten IceCube-Team herzlich zu dieser Auszeichnung. Besonders gratulieren möchten wir Dr. Jan Auffenberg für seinen Beitrag an dem Projekt. Wir freuen uns sehr, dass Dr. Auffenberg seine Erfahrung aus der internationalen Spitzenforschung an unserer Schule weitergibt: Im Physik- und Informatikunterricht, in seinen Projekten rund um das Sonnensystemmodell und im Marie-Curie-Forscherclub, den er bei uns gegründet hat. Wer weiß, vielleicht sitzt dort schon heute die nächste Generation von Forschenden.

Bilder aus seiner Zeit im Forscherteam um Mr. Francis Halzen, aufgenommen am Südpol. Vielen Dank an Herrn Dr. Auffenberg für diese tollen Einblicke!

Text/ Fotos: AufJ/ AufM - Gesamtschule Brakel